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ICCC-Konferenz in New York: Die Foren

März 15, 2008 | CFACT Deutschland | Kommentare 0 |

Anders als deutsche Medien glauben machen wollen, drehte es sich bei der ICCC, der Internationalen Konferenz zum Klimawandel, überwiegend um neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Daß die Anreise der Teilnehmer vom konservativen Heartland-Institut finanziert wurde, ändert an dieser Tatsache nichts. Denn die Dominanz staatlich finanzierter Wissenschaft führt immer mehr dazu, daß sich Wissenschaftler mit abweichenden Meinungen häufig in eher schlecht bezahlten Positionen wiederfinden oder erst im Pensionsalter offen reden können.

Weil der Klimawandel und seine Folgen in ganz unterschiedlichen Disziplinen erforscht wird, hatten die Organisatoren ihre Konferenz in sechs unterschiedliche “Tracks” bzw. Foren oder aufgegliedert. Das waren: Paläoklimatologie, Klimatologie, Auswirkungen (“Impacts”), Wirtschaft, Politik und “Movies”, denn es gibt mittlerweile auch eine Reihe gut gemachter Filme zum Thema – die wahrscheinlich kein Zuschauer von ARD und ZDF je sehen wird. In diesen Foren wurden insgesamt etwa 100 verschiedene Fachvorträge gehalten.

Ein paar Beispiele: Prof. Goldberg vom Königlichen Institut für Technologie in Stockholm sprach über die Geschichte der natürlichen Ursachen der Veränderungen des atmosphärischen Kohlendioxids, Prof. David Douglass von der University of Rochester (USA) über Vorhersagen von Klimamodellen, Dr. Paul Reiter vom französischen Institut Pasteur über den Einfluß des Klimas auf Krankheitsüberträger und Prof. em. S. Fred Singer (University of Virginia) über den katastrophalen Einfluß der Erderwärmungsängste auf die Energiepolitik (und -preise). Eine besondere Erwähnung verdient der Vortrag des Ernährungswissenschaftlers Dennis T. Avery über den negativen Einfluß der Biotreibstoffproduktion auf die Ökosysteme.

Beeindruckend war auch der Vortrag des Briten Lord Monckton, der sich selbst als “engagierten Laien” bezeichnete und nichts anderes präsentierte, als seine persönliche Fehlerliste des offiziellen UN-Klimaberichtes. Er hatte sich nämlich die Freiheit genommen, diesen Bericht einmal etwas genauer durchzusehen. Dabei hatte er unter anderem eine ganze Reihe ganz erheblicher Rechenfehler (!) aufgedeckt. Diese Fehlerliste war im vorigen Jahr der Anlaß für den Britischen Supreme Court, sich mit dem Film zu beschäftigen. Ein paar Tage vor dem Nobelpreis bestätigte das Gericht neun gravierende Fehler, was die britische Regierung veranlaßte, dies allen britischen Schulen in einem amtlichen Schreiben mitzuteilen. Auch davon hat man in deutschen Medien so gut wie nichts erfahren.

Dafür erfuhr man hierzulande im Zeichen von Knut und Flocke umso mehr über angeblich bedrohte Eisbären. Allerdings zeigte ein Vortrag, den der Biologe J. Scott Armstrong über die Schwierigkeiten, exakte Voraussagen über die Entwicklung der Eisbärpopulationen zu treffen, vor der ICCC hielt, wie verfehlt solche Annahmen sind. Das eigentliche Problem sei nicht der derzeitige Höchststand der Eisbärenpopulation, sondern die Anwendung statistischer Methoden für Zukunftsprojektionen.

Eher nachdenklich machte hingegen ein kurzes Referat des Theologen Prof. Calvin Beisner über die Millionenbeträge, die interessierte Kreise investieren, um protestantische Kirchenbünde in den USA zu alarmistischen Aussagen in Bezug auf den Klimawandel zu veranlassen, obwohl die Bibel für derlei pessimistische Annahmen keinerlei Ansatzpunkte enthalte. Prof. Beisner gehört zu den Autoren der Cornwall-Erklärung, in der sich eine Mehrheit des US-Protestantismus, aber auch katholische und jüdische Geistliche gegen die vom IPCC ausgehenden Thesen wenden.
Link:http://www.cornwallalliance.org/articles/read/the-cornwall-declaration-on-environmental-stewardship/

Es handelte es sich bei der Zusammenkunft in Manhattan also nicht um das letzte Gefecht der “Skeptiker”, sondern um eine wissenschaftliche Konferenz mit politischer Brisanz und vielen politischen Bezügen, bei der erneut deutlich wurde, daß die Wissenschaft zwar stets viele Meinungen und neue Entwicklungen, aber keinesfalls so etwas wie einen Konsens kennt, wie es uns manch einer weis machen will. Selbst zwischen den einzelnen Referenten der ICCC-Konferenz bestanden zum Teil erhebliche Differenzen.

Einigkeit bestand vor allem darin, daß das Spurengas Kohlendioxid so gut wie keinen Einfluß auf das Weltklima hat, Landnutzung (z. B. der Anbau von “Energiepflanzen” auf gerodeten Urwaldböden), Meeresströmungen und die Sonne aber schon. Daß die ICCC auch zeigte, daß (wieder einmal) die wenigsten Dissidenten gegen den allein durch Herrschaftsansprüche begründeten angeblichen Klimakonsens aus Deutschland kommen, sollte die Deutschen umso nachdenklicher machen.



Filed Under: Klima

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