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	<title>CFACT Deutschland &#187; Ökologismus</title>
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	<description>Natur statt Umwelt, Verstand statt Ideologie</description>
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		<title>Donna Laframboise kommt nach München</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 10:43:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>holger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die kanadische Feministin und Autorin Donna Laframboise, die derzeit mit ihrem Buch (Abbildung) über das IPCC für Furore sorgt, wird bei der 4. Internationalen Klima- und Energiekonferenz (München, 25./26.11.) auftreten, wie erst jetzt von EIKE bekanntgemacht wurde.
Laframboise konnte in ihrem Buch detailliert belegen, daß ein Großteil der IPCC-Experten keine ausgewiesenen Experten sind, wie vom IPCC mantraartig wiederholt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://cfact.de/wp-content/uploads/2011/11/donna-laframboise-the-delinquent-teenager-ipcc-expose.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-210" title="donna-laframboise-the-delinquent-teenager-ipcc-expose" src="http://cfact.de/wp-content/uploads/2011/11/donna-laframboise-the-delinquent-teenager-ipcc-expose-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Die kanadische Feministin und Autorin Donna Laframboise, die derzeit mit ihrem Buch (Abbildung) über das IPCC für Furore sorgt, wird bei der 4. Internationalen Klima- und Energiekonferenz (München, 25./26.11.) auftreten, wie erst jetzt von EIKE bekanntgemacht wurde.</p>
<p>Laframboise konnte in ihrem Buch detailliert belegen, daß ein Großteil der IPCC-Experten keine ausgewiesenen Experten sind, wie vom IPCC mantraartig wiederholt, sondern juvenile, leicht steuerbare Aktivisten mit einem BA in irgendwas &#8211; &#8220;10 Jahre von einer Promotion entfernt&#8221;. Auch wurde weniger Fachliteratur verarbeitet, als angenommen: Ein Großteil der Zitate der IPCC-Klimaberichte stammt aus &#8220;grauer&#8221; Literatur bzw. &#8220;grünen&#8221; Kampfschriften aller Art.</p>
<p>Folgerichtig nennt sie ihr Buch &#8220;Der delinquente Teenager, der mit einem Top-Klimaexperten verwechselt wurde&#8221;.</p>
<p>Im folgenden Video Donna Laframboise zur IPCC-Klima-Lügerei (mit deutschen Untertiteln): <a href="http://www.youtube.com/watch?v=cHAfZS6Pmcs">http://www.youtube.com/watch?v=cHAfZS6Pmcs</a></p>
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		<title>Solyndra, Choren, Conergy, SolarWorld &amp; Co. – Kapitalvernichtung en gros, „grünes“ Jobwunder bleibt aus</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 14:11:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>holger</dc:creator>
				<category><![CDATA[CFACT DE]]></category>
		<category><![CDATA[Energieressourcen]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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		<description><![CDATA[Bürgermeister Josef Höß (CSU) aus Holzkirchen bei München hatte sich alles so schön ausgemalt: Als die US-Solarzellenfirma Solyndra vor drei Jahren entschied, seine Europa-Repräsentanz in den oberbayrischen Ort zu verlegen, glaubte er ganz fest daran, am von der großen Politik angekündigten „grünen“ Jobwunder teilhaben zu können. „Wenn es in einem Jahr von einem auf 15 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bürgermeister Josef Höß (CSU) aus Holzkirchen bei München hatte sich alles so schön ausgemalt: Als die US-Solarzellenfirma Solyndra vor drei Jahren entschied, seine Europa-Repräsentanz in den oberbayrischen Ort zu verlegen, glaubte er ganz fest daran, am von der großen Politik angekündigten „grünen“ Jobwunder teilhaben zu können. „Wenn es in einem Jahr von einem auf 15 Mitarbeiter hinaufgeht, was wird dann wohl in zehn Jahren sein“, zitierte ihn der Münchner Merkur 2009.</p>
<p>Mittlerweile kennt er die Antwort auf seine Frage: Nichts wird sein, denn Solyndra hat Insolvenz angemeldet. Besonders brisant: Für üppige Wahlkampfspendendes Solyndra Managements an Barack Obama revanchierte sich dieser mit einem Darlehen von 535 Millionen Dollar im Rahmen eines auch in Deutschland als vorbildlich gelobten Stimulus-Programms, wie sich jetzt im Rahmen einer parlamentarischen Untersuchung im US-Repräsentantenhaus herausstellte (in Deutschland selbstverständlich völlig undenkbar). Obamas Vorzeige-Firma hatte im Gegenzug 4000 grüne Jobs versprochen – alles Schall und Rauch.</p>
<p>Der Zusammenbruch von Solyndra darf als Teilaspekt im Zusammenhang mit dem weltweiten Zusammenbruch eines gigantischen grünen Kartenhauses, einem nie gesehenem Einbruch der Realität in das ökonomische Wunschdenken globaler grüner Eliten, betrachtet werden. Das verhaltene Medienecho läßt darauf schließen, daß die gigantische Geldverbrennung durch Öko-Projekte in einer konzertierten Aktion unter den grünen Teppich gekehrt werden soll.</p>
<p>Dabei dürfte Investoren schon länger klar gewesen sein, daß Investments in Solyndra und Co. keine gute Anlage sind (insofern sie denn die Substanz der Unternehmen überhaupt interessierte):</p>
<ol>
<li>Bereits 2 Monate nach Bewilligung der Obama-Bürgschaft, im November 2009, verschob Solyndra seine angekündigte Großinvestition;</li>
<li>Solyndra produzierte Module, die ohne Silizium auskamen und setzte auf einen steigenden Silizium-Preis. Dieser Preis ist jedoch gesunken, nicht zuletzt, weil China entsprechende Kapazitäten ausbaute und mittlerweile 2/3 der Weltsiliziumproduktion repräsentiert.</li>
<li>Daß die notorische Consulting-Firma Roland Berger 2010 (und andere „Experten“ diese Kalibers) einen Boom bei alternativen Energien in den USA und Deutschland vorhergesagt hat, sprach ebenfalls dafür, Solar-Aktien schon damals auf „short“ zu setzen;</li>
<li>In ihrem Whitepaper zu „Natural Gas and Renewables“ vom November 2010 prognostizierte die Deutsche Bank zwar eine glänzende Solar-Zukunft, wies aber auch auf die hohen Produktionskosten und die Unwirtschaftlichkeit dieser Branche („not commercially viable“) hin. 2009 empfahl die Deutsche Bank AG Hongkong zudem Investments in chinesische (!) Kohleminen.</li>
<li>Schon kurz nach Veränderung der Mehrheitsverhältnisse im US-Repräsentantenhaus im Februar 2011 kritisierte die neue republikanische Mehrheit die intransparente Subventionspolitik im Fall Solyndra;</li>
</ol>
<p> Auch bei allen anderen Solarwerten war und ist Vorsicht geboten:</p>
<ol>
<li>Sämtliche deutsche Solarwerte (Ausnahme-Performances waren bisher stets eine vorübergehende Erscheinung und bestätigen die Regel) sind mittlerweile Penny-Stocks und haben bis zu 95 Prozent ihres Wertes verloren; „Solarwerte gehören leider weiterhin zu den größten Verlierern dieses Börsenjahres“, gibt jetzt auch Nikolai Tietze von der Deutschen Bank zu (stock-world.de, 28.9.2011).</li>
<li>„Q-Cells, Solon und Conergy – die große Verlierer“ berichtete InvestorInside am 23.9.2011: „Ein Ende des Kursverfalls ist nach unserem Dafürhalten auch nicht in Sicht, da es nicht absehbar ist wann, und ob, der Preisverfall bei den Produkten der Unternehmen gestoppt werden kann.“ Daran ändere auch eine vorübergehende Belebung des Geschäftes nichts.</li>
<li>Deutsche Solarfirmen machen derzeit nur Nachrichten durch Vorstandsneubesetzungen, Prognosesenkungen bei Umsatz und Ergebnis, Produktionsschließungen und andere Meldungen, die sich nicht sehr vielversprechend anhören. Die Aktien-Performances der Vorzeigefirma SolarWorld AG, aber auch von First Solar Inc. und SMA Solar Technology AG ähneln zwar einem Hockeyschläger, allerdings einem, bei dem bereits sich der Schaft neigt und die Aufschlagfläche mit der Schlägerspitze fast senkrecht nach unten zeigt.</li>
<li>Q-Cells im sächsischen Möchtegern-Solar Valley macht derzeit mehr Verlust als Umsatz und „kämpft ums Überleben“ (Der Spiegel 36/11).</li>
<li>Am 27. 9. 2011 trat der Solar-Millenium-Gründer Hannes Kuhn zurück. Im Raum stehen Vorwürfe, die im Rahmen mehrerer Strafverfahren aufgeklärt werden sollen. Ein „neuartiges“ Sonnenkraftwerk, „größer als alles Dagewesene“ im kalifornischen Blythe, „auf dem die Hoffnungen der Anleger ruhten“ (Die Welt, 27.9.2011), hatte eine ähnliche Bürgschaft wie Solyndra erhalten, wonach es im Juni 2011 zu einer bombastischen Grundsteinlegung kam. Am 14. September wurde bekannt, daß das Projekt für angeblich ein Jahr gestoppt wird, weil man nun doch auf Photovoltaik setze und nicht auf solarthermische Parabolrinnen-Kraftwerke. Kurz zuvor hatten Umweltgruppen und Indianerstämme gegen die Zerstörung des wertvollen Wüstenhabitats und historischer Geoglyphen protestiert (http://www.basinandrangewatch.org/Blythe.html).</li>
<li>Bei Phoenix Solar aus dem bayrischen Sulzemoos brach der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 60% ein;</li>
<li>„Der Spiegel“ (26/2011) berichtete von Fällen von Bilanzfälschung, Insiderhandel und überzogenen Manager-Gagen bei Solar-Unternehmen;</li>
<li>Die Euro- und Staatsschuldenkrise „verunsichert Endkunden“ weiter, teilte die SMA Solar Technology AG am 19. September mit, die zugleich ankündigte, 1000 Zeitarbeitnehmer zu entlassen.</li>
<li>Fast alle vom <em>American Recovery and Investment Act</em> der Obama-Regierung geförderten Unternehmungen stecken in Schwierigkeiten; zu den 2009 geförderten gehörten laut <a href="http://www.energy.gov/">www.energy.gov</a>  und solarserver.de außer Solyndra die Unternehmen Cardinal Fastener, GE Energy, Gamesa und Vestas America.</li>
<li>Selbst der einstige Propagandist der radikalen Energiewende und Star-Ökonom Jeremy Rifkin hat diese Wende zu mehr „Klimaschutz“ abgesagt und will jetzt das ölbasierte traditionelle Wirtschaftssystem am Leben erhalten (Die Zeit, 23.9.2011);</li>
<li>Solarbuzz Inc. (San Francisco) veröffentlichte am 26. 9. 2011 einen Bericht (Solarbuzz Quarterly), laut dem Überproduktion und Preisdruck in der Photovoltaik-Industrie auch 2012 anhalten werden. Die Abhängigkeit etwa von der deutschen Einspeisevergütung mache unternehmerische Entscheidungen schwierig. Margen lägen jetzt schon „im Grenzbereich“ – was bedacht werden muß, wenn Erfolgsmeldungen über neue Großaufträge veröffentlicht werden.</li>
<li>Chinesische Hersteller kündigten den planmäßigen (und staatlich geförderten) Ausbau ihrer Produktionskapazitäten an. Schon jetzt stammen etwa 50 % der in Deutschland verbauten Module aus China. Ein von Solarbuzz und anderen erwarteter Preisverfall wird zu Lasten der europäischen Anbieter gehen. Es wird erwartet, daß es außerhalb Chinas 2012 zu Fusionen und Insolvenzen kommen wird. Solarworld-Chef Asbeck spricht schon jetzt von einem „Industriekrieg“ der Chinesen. Laut „The Australian“ werden nahezu 100% aller in China produzierten Solarmodule in die EU und die USA geliefert. Suntech Power, ansässig im chinesischen Wuxi, ist der weltgrößte Hersteller von Photovoltaik-Modulen auf der Basis von kristallinem Silizium.</li>
</ol>
<p>Vorsicht auch bei Investments in Bereichen, die nur mittelbar oder „politisch“ zur Solarbranche gehören oder die versuchen, irgendwie noch auf den grünen Zug aufzuspringen: Wenn Siemens ankündigt, in China Windkraftanlagen zu produzieren und zu verkaufen, wird dem aller Erfahrung nach wenig Erfolg beschieden sein (es sei denn, Deutschland wird zukünftig von dort beliefert). Ähnliches gilt für die Produktion von E-Autos durch BMW, die Gerüchten zufolge auf die persönliche Öko-Marotte gewisser Großaktionäre zurückgehen soll, zumal die angekündigten 1000 Fahrzeuge nur zu Testzwecken hergestellt werden. Allein die Batterie wiegt 480 kg (ein konventioneller BMW1 wiegt ca. 1400 bis 1500 kg). Für 400 „grüne“ Arbeitsplätze werden 800 Mio. Euro investiert (MDR, 20.9.2011).</p>
<p>Auch die Produktion von „klimaschonendem“ Öko-Diesel aus Holz u. ä. durch die sächsische Vorzeige-Firma CHOREN, vor ein paar Jahren von der Kanzlerin mit einem Besuch geadelt, endete im Juli 2011 mit der Insolvenz. 35 Millionen Euro an Steuergeldern haben dabei eine Allianz aus „Politik, Wirtschaft und Wissenschaft“ (Merkel) in den Sand gesetzt (SZ-Online). Choren habe in Wirklichkeit „keinen einzigen Tropfen“ (!) Synthesesprit produziert. 280 „grüne“ Jobs sind dahin. Es habe sich daher um ein „potemkinsches Dorf“ gehandelt, so der Leipziger Wissenschaftler und Biomasseexperte Manfred Kaltschmitt (ee-blog, 16.9.2011). Dazu kommt laut PlusMinus (ARD) das Jonglieren mit falschen Zahlen – Solyndra läßt grüßen. 2006 lobte der „Spiegel“ ein ähnliches Projekt in Schweden noch als Weg in die Unabhängigkeit vom Erdöl. Die dahinter stehende Autofirma SAAB ist mittlerweile ebenfalls insolvent.</p>
<p>Bekanntlich bildet der Markt die tatsächliche Nachfrage ab. Wie schlecht muß es eigentlich um diese bestellt sein, wenn diese nur mit Milliardensubventionen erzeugt werden kann? Sämtliche Indikatoren belegen, daß diese Nachfrage gar nicht vorhanden ist, sondern eines von vielen derzeit schicken Hirngespinsten, vor denen eindringlich gewarnt werden muß.</p>
<p>Auf dem selben Null-Niveau bewegt sich auch der wirtschaftliche Sachverstand und das soziale Gewissen von Politikern, die deutsche Produzenten konventioneller marktfähiger Produkte durch viel Bürokratie, hohe Energiekosten und andere Hürden die Luft zum Atmen nehmen und die schlechten Arbeitsbedingungen und niedrigen Umweltstandards chinesischer Fabriken subventionieren. Bundesumweltminister Röttgen (CDU) geht nach wie vor davon aus, Deutschland sei „Exportweltmeister im Bereich der Umwelttechnologien“, in dem deshalb  „die Arbeitsplätze der Zukunft“ lägen (ebn24). Dagegen dürfte Bürgermeister Höß aus Holzkirchen seine Lektion mittlerweile gelernt haben.</p>
<p>Autor: Holger Thuss</p>
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		<title>Lesebefehl: Klimalügen</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 14:50:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#8220;Geradezu unfaßbar, was Harry G. Olson (Pseudonym) hier zusammengetragen hat: Egal ob es um Klimaschutz geht, den Weltklimarat, das Treibhaus, den menschengemachten Klimawandel, die globale Erwärmung oder das Eisbärsterben, das Gletscherschmelzen, die Verwüstung, die Extremwetterereignisse oder, oder, oder &#8211; alles, was hier pausenlos zur CO2-induzierten Einschränkung unserer Freiheit hinausposaunt wird, es ist frech gelogen! Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://cfact.de/wp-content/uploads/2010/07/9783940431240.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-136" title="9783940431240" src="http://cfact.de/wp-content/uploads/2010/07/9783940431240-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>&#8220;Geradezu unfaßbar, was Harry G. Olson (Pseudonym) hier zusammengetragen hat: Egal ob es um Klimaschutz geht, den Weltklimarat, das Treibhaus, den menschengemachten Klimawandel, die globale Erwärmung oder das Eisbärsterben, das Gletscherschmelzen, die Verwüstung, die Extremwetterereignisse oder, oder, oder &#8211; alles, was hier pausenlos zur CO2-induzierten Einschränkung unserer Freiheit hinausposaunt wird, es ist frech gelogen! Und so macht sich &#8220;Olson&#8221;, ehemals Opfer der Klimainquisition und deswegen pseudonym auftretend, einen Heidenspaß daraus, den dreisten Lügen der meistens auf politischen und wissenschaftlichen Thronen sitzenden Klimaterroristen die simple Wahrheit entgegenzuhalten.&#8221; (Konrad Fischer)</p>
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		<title>CDU-Papier: Umweltschutz spielt keine Rolle</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jan 2010 19:11:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>holger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die heute verabschiedete &#8220;Berliner Erklärung&#8221; der CDU wird von vielen Kommentatoren als weiterer Schritt nach links bewertet. Damit die häufig bemühten modernen urbanen Milieus künftig möglichst CDU wählen. Prenzlauer Berg ist schließlich überall. Es geht um &#8220;unsere Perspektiven 2010 &#8211; 2013&#8243;, so der Untertitel. Man versucht demnach zu definieren, was man unter &#8220;moderner bürgerlicher Politik&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><span style="font-family: Tahoma;">Die heute verabschiedete &#8220;Berliner Erklärung&#8221; der CDU wird von vielen Kommentatoren als weiterer Schritt nach links bewertet. Damit die häufig bemühten modernen urbanen Milieus künftig möglichst CDU wählen. Prenzlauer Berg ist schließlich überall. Es geht um &#8220;unsere Perspektiven 2010 &#8211; 2013&#8243;, so der Untertitel. Man versucht demnach zu definieren, was man unter &#8220;moderner bürgerlicher Politik&#8221; zu verstehen hat.</span></div>
<div><span style="font-family: Tahoma;">Um so mehr erstaunt, daß das Thema Umwelt nur ganz am Rande erwähnt wird. Als erstes heißt es: &#8220;Wir wollen mit einer konsequenten Umwelt- und Klimaschutzpolitik verstärkt Wählerinnen und Wähler für uns gewinnen, denen die Bewahrung der Schöpfung ein besonderes Anliegen ist.&#8221; Und weiter unten, wieder im Zusammenhang mit dem Weltklima, liest man noch: &#8220;Deutsche Umwelttechnik ist weltweit gefragt.&#8221; Wahrscheinlich liest man aber hier nur deshalb &#8220;Umwelttechnik&#8221;, weil sich bereits die Klimaanlagenbauer den Begriff &#8220;Klimatechnik&#8221; unter den Nagel gerissen haben und deshalb ein Bekenntnis zu ihr noch dämlicher klingen würde. Kein Wort zur &#8220;ökologisch-sozialen&#8221; Marktwirtschaft, auch eine Merkel-Erfindung. Der Begriff &#8220;ökologisch&#8221; taucht ebenfalls nicht (mehr) auf.</span></div>
<div><span style="font-family: Tahoma;">Ganz klar: Der einst so heilige Umweltschutz, die Reinhaltung bzw. Säuberung von Luft, Wasser und Boden und der Schutz von allem, was kreucht und fleucht und kein aggressiver Grippevirus ist, wurde von aggressiv vorgetragenen Klimaschutzzielen verdrängt: &#8220;An unseren ehrgeizigen CO2-Minderungszielen halten wir daher sowohl im Interesse des Klimaschutzes als auch im Interesse zukunftsfähiger Arbeitsplätze in unserem Land fest.&#8221; Zehnmal erscheint der Begriff &#8220;Klima&#8221; in dem heute beschlossenen Text, also fünfmal so häufig, wie der Begriff &#8220;Umwelt&#8221;.</span></div>
<p><span style="font-family: Tahoma;">So verrückt der exzessive Umgang mit DDT-Grenzwerten und ähnlichem Unfug häufig war: Die Vorstellung, daß praktische Reinhaltungs- und Schutzmaßnahmen (Ja, auch ich bin für Krötentunnel!) künftig eine wesentlich geringere Rolle spielen könnten als ein völlig theoretischer, nur in den Köpfen der Klimaalarmisten stattfindender &#8220;Klimaschutz&#8221;, ist nicht besonders angenehm (&#8220;Ja, ok, wir haben Smog, und Sie haben davon Asthma, dafür haben wir aber den globalen CO2-Ausstoß um 2 Prozent gesenkt. Für neue Staubfilter reicht das Geld nicht mehr, leider.&#8221;)</p>
<p>Selbst wenn das Hadley Center und die NASA vernünftige Temperaturkurven ermittelt hätten, aus denen sich ergäbe, daß tatsächlich Klimakatastrophen bevorstünden, die auf menschliche, CO2-produzierende Aktivitäten zurückzuführen sind &#8211; würde das die Aufgabe der in Deutschland vorbildlichen Umweltpolitik rechtfertigen? Sicher nicht. Da sich der ganze Hockeyschläger-Klima-Hype als Humbug herausgestellt hat, fallen zudem die selbst gestellten Prämissen weg. Das Papier ist damit nichts anderes als eine rhetorische Zirkusnummer, mit der durch viel Schall und wenig Rauch versucht werden soll, die Öffentlichkeit hinters Licht zu führen (und, ja, auch ein wenig zu unterhalten). Das Bürgertum wird weiter FDP wählen, gar nicht wählen oder auswandern.</p>
<p></span></p>
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		<item>
		<title>Rezension: Ökologie der Hoffnungslosigkeit</title>
		<link>http://cfact.de/2009/02/23/rezension-okologie-der-hoffnungslosigkeit/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 18:14:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CFACT Deutschland</dc:creator>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Edgar L. Gärtner 
„Ich will in diesem Buch untersuchen, wie moralisch machbar es ist, nicht nur Staudämme einzureißen, sondern die gesamte Zivilisation abzuschaffen.(…) Jeden Morgen, wenn ich aufwache, frage ich mich, ob ich schreiben oder einen Staudamm sprengen soll.&#8221; Das gesteht Derrick Jensen, ein nordkalifornischer Öko-Aktivist und Bestseller-Autor in seinem nun auf Deutsch vorliegenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Edgar L. Gärtner </em></p>
<p>„Ich will in diesem Buch untersuchen, wie moralisch machbar es ist, nicht nur Staudämme einzureißen, sondern die gesamte Zivilisation abzuschaffen.(…) Jeden Morgen, wenn ich aufwache, frage ich mich, ob ich schreiben oder einen Staudamm sprengen soll.&#8221; Das gesteht Derrick Jensen, ein nordkalifornischer Öko-Aktivist und Bestseller-Autor in seinem nun auf Deutsch vorliegenden programmatischen Buch „Endgame&#8221;. Immerhin räumt er im gleichen Atemzug ein, er sei selbst zu feige und technisch zu ungeschickt, um das Programm seines in den USA als „das wichtigste Buch der letzten zehn Jahre&#8221; ausgezeichneten Wälzers auch umzusetzen. Dieser gewährt einen einzigartigen Einblick in die Denkart der in Nordamerika immer zahlreicher werdenden Öko-Fundamentalisten, die den Untergang von Milliarden von Menschen in Kauf nehmen, um ihrem Ziel, der Zerstörung der industriellen Zivilisation, näher zu kommen.<span id="more-25"></span><br />
„Leute, die Staudämme in die Luft sprengen, tragen nicht die Verantwortung dafür sicherzustellen, dass Leute, die in bislang mit Wasserkraftstrom geheizten Häusern leben, lernen, wie man über einem offenen Feuer kocht&#8221;, erklärt Jensen lapidar. Er bezeichnet sich selbst als romantischen Nihilisten. Dabei ist ihm aber offenbar nicht geläufig, dass „Nihilismus&#8221; nach Friedrich Nietzsche, der den Begriff zwar nicht erfand, aber maßgeblich prägte, nur eine vornehme Umschreibung von Dummheit ist. Jensen bestätigt auf eindrucksvolle Weise Nietzsches Einsicht, indem er die Hoffnung als „tödliches Gift&#8221; brandmarkt. „Wenn die Hoffnung stirbt&#8221;, schreibt er, „erkennen Sie, dass das Ich, das mit der Hoffnung gestorben ist, nicht Ihr wirkliches Ich war, sondern ein Ich, das von denen abhängig war, die Sie ausbeuten (…) Das Opfer-Ich stirbt. Und was bleibt übrig, wenn dieses Ich stirbt? Sie bleiben übrig. Das tierische Ich. Das nackte Ich… Das Ich, das nicht denkt, was die Kultur zu denken es gelehrt hat…&#8221; Und weiter: „Wir brauchen die Zivilisation nicht. Wir – Menschen, menschliche Tiere, die in gesunden, funktionierenden Gemeinschaften lebten – haben die allermeiste Zeit unserer Existenz völlig problemlos ohne die Zivilisation existiert. Aber wir brauchen eine lebende Landbasis.&#8221;</p>
<p>Jensen demonstriert auf diese Weise klarer als andere Öko-Nihilisten, wohin man gelangt, wenn man den Menschen nicht als Gottes Ebenbild begreift &#8211; und die Zivilisation nicht als Fortsetzung der göttlichen Schöpfung. Wer die Hoffnung, definiert als „Sehnsucht nach einem zukünftigen Zustand, auf den man keinen Einfluss hat&#8221;, so gering achtet, redet folgerichtig der Verzweiflung das Wort. Klarer: Jensen versucht die Wut seiner Leser zu schüren und ihnen Mut zu machen für Verzweiflungstaten gegen die verhasste Kultur. Sein Ideal ist die Lebensweise nordamerikanischer Indianerstämme vor der Ankunft des weißen Mannes. Im Unterschied zu den indianischen Hochkulturen in Mittel- und Südamerika mit ihren grausamen Menschenopfer-Riten übten die von der Jagd und vom Fischfang lebenden Stämme des Nordens tatsächlich von Anfang an eine große Faszination auf die Europäer aus. Von keinem Geringeren als Benjamin Franklin ist folgende Klage überliefert: „Kein Europäer, der das wilde Leben geschmeckt hat, kann es hinterher noch ertragen, in unserer Gesellschaft zu leben.&#8221; Nicht von ungefähr versuchten die Pilgerväter, Siedler und Soldaten durch die Aussetzung der Todesstrafe vom Überlaufen zu den ihnen sympathisch erscheinenden Indianerstämmen abzuhalten.</p>
<p>Als Haupthindernis auf dem Weg zurück ins Paradies erscheint Jensen das Christentum. „Ein Zweck des Christentums ist und war es seit jeher, die Unterwerfung unter die Herrschenden zu rationalisieren. (..) Buddhismus und Christentum leisten das, was alle Religionen der Zivilisation leisten müssen, sie naturalisieren die Tyrannei der Kultur&#8221;, behauptet Jensen. Nicht nur der Kapitalismus, sondern jede Form der Zivilisation beruhten auf der Besatzung und dem Missbrauch der natürlichen Lebensgrundlagen, meint er. Deshalb vergleicht er seinen Kampf für die Abschaffung der Zivilisation mit dem heldenhaften Aufstand es Warschauer Gettos gegen die Nazis. Den moralischen Pazifismus christlichen, buddhistischen oder hinduistischen Ursprungs lehnt er ab und fordert stattdessen eine „situationsbezogene Moral&#8221; und ein undogmatisches Verhältnis zur Gewalt. Dabei benutzt er seine durch Missbrauch durch den eigenen Vater verdorbene Kindheit implizit als Argument für „mildernde Umstände.&#8221;</p>
<p>Ist die Beschäftigung mit solch abstrusen Ansichten nicht vertane Zeit, wird sich mancher Leser fragen. Die Antwort liegt auf der Hand: Jensen steht mit seinem nihilistischen Ansatz keineswegs allein auf weiter Flur. Die Idee, dass die Entwicklung der Zivilisation an sich die größte Todsünde darstellt, gehört heute zum postmodernen Grundkonsens der vom Wohlstand Verwöhnten. Es gibt sogar eine objektive Allianz zwischen romantischen Nihilisten und jenen Kreisen der Politik und der Hochfinanz, die auf eine dezidiert antichristliche „neue Weltordnung&#8221; hinarbeiten.</p>
<p><small>Derrick Jensen: Endgame.  Zivilisation als Problem. Pendo Verlag.   München und Zürich, 2008. 540 Seiten. € 22,90 (D)/€ 23,60 (A)/sFr 41,50. ISBN: 978-3-86612-192-8</small></p>
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		<title>Die Macht des Wortes und die Grenzen des Dialogs</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 18:25:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CFACT Deutschland</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökologismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Edgar L. Gärtner 
„Im Anfang war das Wort“, heißt es im Johannes-Evangelium (1,1-2). Die Bedeutung dieses Halbsatzes ist theologisch und philosophisch umstritten und jedenfalls unverständlich ohne dessen Fortsetzung „und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.“ Wenn die Bibel die Macht des Wortes eindeutig Gott zuordnet, heißt das aber noch lange [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Edgar L. Gärtner </em></p>
<p>„Im Anfang war das Wort“, heißt es im Johannes-Evangelium (1,1-2). Die Bedeutung dieses Halbsatzes ist theologisch und philosophisch umstritten und jedenfalls unverständlich ohne dessen Fortsetzung „und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.“ Wenn die Bibel die Macht des Wortes eindeutig Gott zuordnet, heißt das aber noch lange nicht, dass Worte in ganz irdischen zwischenmenschlichen Angelegenheiten nur Schall und Rauch seien. Im Gegenteil: Die Erfahrung lehrt, dass Worte sogar töten können. Dennoch verlassen sich heute gerade Werbe-Profis aus gutem Grund nicht allein auf Worte.<span id="more-32"></span><br />
Sie haben gelernt: Kommunikation, echte zwischenmenschliche Verständigung beruht nur zu einem geringen Teil auf Worten, sondern zu allererst auf dem Austausch von Gebärden, Gesten und manchmal auch Düften. Sonst bliebe es unerklärlich, dass wir uns mit Hunden mitunter besser verständigen können als mit manchen Mitmenschen. Die eher zweitrangige verbale Verständigung bedarf darüber hinaus offenbar einer gemeinsamen Glaubensbasis. Allerdings sprechen die Werbeleute weniger vom Glauben als (neutraler) von zwischen vielen Menschen geteilten Bildern und Mythen. Um ihre Adressaten überhaupt ansprechen zu können, versuchen sie, die Produkt-Botschaft, die sie rüberbringen wollen, einem gängigen Mythos aufzusatteln. Beispiele für solche Mythen und Bilder sind etwa die Suche nach dem heiligen Gral oder der tapfere Kampf Davids gegen den Riesen Goliath.</p>
<p>Umgekehrt bedeutet das aber auch, dass verbale Kommunikation, Dialog zwischen Menschen grundverschiedenen Glaubens nur in sehr eingeschränktem Maße möglich ist. Darauf hat vor kurzem Papst Benedikt XVI. im Vorwort zum neuesten Buch des italienischen Philosophen und Ex-Senatspräsidenten Marcello Pera hingewiesen. Über religiöse Grundentscheidungen könne es keinen wirklichen Dialog geben, „ohne den eigenen Glauben in Klammern zu setzen“, betont dort der Papst. Mit einer „nicht widerlegbaren Logik“ lasse Pera in seinem Buch erkennen, dass der Liberalismus zum Nihilismus wird, wenn er sich gegen das christliche Gottes- und Menschenbild stellt, d. h. den Menschen die Eigenschaft der Gottesebenbildlichkeit abspricht. Europa könne nur dann zu einer „moralischen Gemeinschaft“ werden, wenn es zu seinen christlichen Wurzeln zurückkehrt, betont der Atheist und Popper-Schüler Pera. Als Skeptiker verspricht er sich allerdings viel von Taufe und Wiedertaufe. Er rät den Europäern, zu handeln, „als ob es Christus gebe.“</p>
<p>Alexander Smoltczyk, der Vatikan-Korrespondent des SPIEGEL, berichtete über die päpstliche Klarstellung unter der Überschrift „Schluss mit Lessing.“ In der Tat sieht Lessings Ringparabel, im Lichte der modernen Kommunikationsforschung betrachtet, alt aus.</p>
<p>(Als Gastkommentar veröffentlicht in DIE WELT vom 27. Dezember 2008, veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Autors.)</p>
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		<title>Buchbesprechung Öko-Nihilismus, Eine Kritik der Politischen Ökologie von Edgar L. Gärtner</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Nov 2007 19:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CFACT Deutschland</dc:creator>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologismus]]></category>

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		<description><![CDATA[von Gerhard Voss
Einen nicht ganz einfachen Lesestoff präsentiert der studierte Hydrobiologe und Umweltjournalist Edgar L. Gärtner mit seinem fast 300 Seiten umfassenden Buch über die Hintergründe der weltweiten umwelt- und klimapolitischen Entwicklungen. Als früherer Akteur der &#8220;grünen&#8221; Bewegung gehört Gärtner heute zu den selteneren kritischen Geistern in der Umweltdiskussion. Sein Buch ist deshalb auch nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Gerhard Voss</em></p>
<p>Einen nicht ganz einfachen Lesestoff präsentiert der studierte Hydrobiologe und Umweltjournalist Edgar L. Gärtner mit seinem fast 300 Seiten umfassenden Buch über die Hintergründe der weltweiten umwelt- und klimapolitischen Entwicklungen. Als früherer Akteur der &#8220;grünen&#8221; Bewegung gehört Gärtner heute zu den selteneren kritischen Geistern in der Umweltdiskussion. Sein Buch ist deshalb auch nicht nur eine distanzierte Würdigung aktueller umweltpolitischer Daten und Fakten, sondern mehr eine engagierte, mit vielen historischen Bezügen und philosophischen Argumenten gespickte Abrechnung mit der politischen Ökologie.<span id="more-60"></span></p>
<p>In einer Gesellschaft, die gerade auch in der Umwelt- und Klimapolitik auf political correctness Wert legt, wirkt schon der Titel des Buches provozierend. Um die Studie richtig einordnen zu können, muss man sich unvoreingenommen auf die Suche nach dem Wertegerüst begeben, von dem aus der Autor die politischen Entwicklungen beurteilt. So lässt er gleich zu Beginn in einer persönlichen Vorbemerkung den Leser wissen, dass er sich politisch bei den &#8220;Radikal-Liberalen&#8221; oder &#8220;Libertären&#8221; und &#8220;Konservativen mit mehr oder weniger engen religiösen Bindungen&#8221; verortet.</p>
<p>Wichtig für den Standpunkt des Autors ist aber auch seine Definition von Nihilismus, die im ersten Kapitel auf Seite 22 erfolgt. Nihilist sein bedeutet nicht, an nichts zu glauben, sondern nicht zu glauben an das, was ist. Der Realitätsverlust so mancher Politiker ist ein Symptom dieser Haltung. Am Schluss des Buches, im Abschnitt &#8220;Ein amerikanischer Traum von Europa&#8221;, wird Gärtners Weltsicht nochmals komprimiert beschrieben: Das Argumentationsmuster, mit dem Albert Camus seinerzeit totalitäre und nihilistische Entwicklungen im 20. Jahrhundert gegeißelt hat, bildet den anspruchsvollen politischen, philosophischen und letztlich auch religiösen Hintergrund des Buches. Öko-Nihilismus steht bei Gärtner für Verachtung der &#8220;unveränderlichen menschlichen Natur&#8221;, für &#8220;Ersatz individueller Freiheitsrechte durch Wertekataloge, die Gesinnungsterror rechtfertigen&#8221; wollen. In diesen Kontext ist auch der &#8220;gesunde Menschenverstand&#8221; einzuordnen, dem der Autor sozusagen die Rolle eines generellen Problemlösers zuweist.</p>
<p>Vor dem Hintergrund des libertären Wertegerüstes entwickelt der Autor seine harsche Kritik am Wohlfahrtsstaat und an der politischen Ökologie, wie sie sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt haben. Aufgrund seiner intimen Kenntnisse über die Entwicklung der Umweltbewegung in Deutschland werden die verschiedensten polit-ökologischen Strömungen sowie umweltpolitische Aktionsprogramme und Maßnahmen unter die Lupe genommen. Kritik wird vor allem am Vorsorgeprinzip geübt. Wie in der Sozialpolitik des Wohlfahrtsstaates würden auch in der Umweltpolitik mit diesem Prinzip Maßnahmen , Programme, Gesetze und Verordnungen begründet, die dem Einzelnen die Luft zum Atmen rauben würden. Die Wurzeln dieser Entwicklung liegen nach Ansicht des Autors bei dem heute dominierenden &#8220;jakobinischen&#8221; Primat der Politik, &#8220;bei dem das Recht auf Freiheit hinter das Recht auf Existenz durch staatliche Fürsorge zurücktritt&#8221; (S. 173). Nicht zuletzt auch die Programme und Pläne für eine nachhaltige Entwicklung hätten nichts anderes zum Inhalt, als dass sie die Menschen zu ihrem Glück zwingen wollten. Nachhaltigkeit ist für Edgar Gärtner, so wie es auch die Enquete-Kommission des Bundestages &#8220;Schutz des Menschen und der Umwelt&#8221; formuliert hat, kein planbarer, wissenschaftlich begründbarer Zustand, sondern eine &#8220;regulative Idee&#8221; im Sinne Kants, &#8220;ein offenes erkenntnistheoretisches Konstrukt, das dem menschlichen Verstand bei Such- und Lernprozessen die Richtung weist&#8221; (S.193).</p>
<p>Allerdings ist auch der Autor selbst nicht gefeit vor Polemik und überzogenen Positionen. Das ist beispielsweise bei den an vielen Stellen des Buches fast ideologisch anmutenden Ausführungen zu den klimapolitischen Zusammenhängen der Fall. Die Einordnung von Theorien über eine drohende Klimakatastrophe &#8211; so fragwürdig sie auch sein mögen &#8211; als &#8220;von selbsternannten Hohepriestern fei erfunden&#8221; (S. 243), überschreitet nicht nur das Gebot der political correctness, sondern schneidet auch den Weg ab für eine bessere politische Bewertung von Erkenntnissen der Klimaforschung. Insgesamt fehlt die konstruktive Würdigung der Existenz globaler politischer Gestaltungsaufgaben, gerade auch in der Umwelt- und Klimapolitik. Auch so mancher vernünftige Ansatz in der Wirtschaft und Gesellschaft für den Umwelt- und Klimaschutz sowie die internationale Zusammenarbeit gehen im Kritikhagel des Autors unter. Zudem erscheint die Beschreibung der Umwelt- und Klimapolitik als ein Werkzeug der Kalten Krieger sehr eigenwillig. Auch so manche Problemgewichtung und Kritik ist unverhältnismäßig. Es wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen. So wird beispielsweise die Agenda 21 sehr einseitig ausgelegt und in ihrer Bedeutung weit überschätzt. Das gilt auch für den Emissionshandel. Für den im Umwelt- und Klimaschutz engagierten Bürger, Wissenschaftler und Politiker bietet das Buch dann auch für den Alltag nur begrenzte Hilfestellungen. Aber es provoziert und zwingt den Leser zur Überprüfung seiner eigenen Position oder Vorurteile.</p>
<p>Unabhängig von seiner umwelt- und klimapolitischen Einordnung ist das Buch aber ein eindrucksvolles Plädoyer für eine freiheitliche Wirtschaft und Gesellschaft, die nicht einfach dem Laissez-faire frönt, sondern in der die individuelle Freiheit und Verantwortung des Einzelnen in den Vordergrund gestellt wird. Lesenswert ist das Buch vor allem auch deswegen, weil das Plädoyer für die Freiheit mit vielen originellen historischen Bezügen und philosophischen Darstellungen verknüpft wird. Dabei erfolgt auch eine lehrreiche, zum Teil recht eigenwillige Auseinadersetzung mit einschlägigen Philosophen, Soziologen, Historikern und politischen Strömungen.</p>
<p>Dr. Gerhard Voss, Sankt Augustin, langjähriger Leiter der Forschungsstelle Ökonomie/Ökologie im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, jetzt freier Publizist</p>
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